Durchstarten

Heute ist der letzte Tag vom entspannten Leben. Der letzte Tag an dem ich noch einmal durchschnaufen kann. Der letzte Tag an dem (mehr oder weniger) guten Gewissens nur wenig machen kann, denn ab morgen geht es los.

6 Monate 60-70h Wochen.
6 Monate der pure Grind.
6 Monate Ungewissheit wie es ausgehen wird.

Ich weiß das nicht alle Freunde meinen Weg verstehen können, aber das müssen sie auch nicht.
Ich habe mich bewusst gegen den leichten Weg entschieden und verzichte daher auf:
– ein entspanntes letztes Semester
– mehrere tausend Euro
– eine fast geschenkte Masterarbeit (inkl. Auszeichnung und Preisgeld)

Und wofür?

Für eine Chance, meine Ziele und Wünsche zu erreichen.

Ab morgen werde ich bei einer neuen Firma arbeiten und in einem komplett neuen Umfeld meine Masterarbeit in einem komplett neuen Thema beginnen. Ich weiß selbst wie groß das Risiko eines Scheiterns ist, aber unsere Ängste sollten uns nicht von unseren Träumen abhalten.

Aber was ist mit dem Buchprojekt?

Da sich die beiden Verträge nicht vertragen, werde ich im Buchprojekt in Zukunft ehrenamtlich arbeiten. Ich habe einfach schon zu viel Zeit in das Buch investiert um es noch aufgeben zu können.

Meine zukünftigen Wochen werden in etwas so aussehen:
Montag: Vormittag Uni – Nachmittags nachbereiten
Di-Fr: 40h für die Masterarbeit arbeiten
Sa+So: 20h für das Buchprojekt investieren

Und wenn ich es noch schaffe, dann versuche ich auch noch meine Einsätze als Studienbotschafter unterzubringen.

Ich muss gestehen, dass ich das eine Uni-Fach schon bis jetzt ein wenig unterschätzt habe. Ich habe schon in der ersten Woche zwei volle Tage dafür investieren müssen, aber ich denke das legt sich sobald ich erstmal reingekommen bin.

Was halten die anderen davon?
„Du bist doch verrückt“
„Das Geld auf das du verzichtest hätte ich gerne …“
„Mir reichen schon meine 6-8h pro Tag“
„Ich habe ein ungutes Gefühl“

Aber auch:

„Ich weiß du schaffst das“
„Wenn es einer schaffen kann, dann du“

Wenn ich diese 6 Monate erfolgreich überstehe, dann ist das ein Beweis. Ein Beweis an mich, dass ich alles schaffen kann. Und warum sollte ich es nicht schaffen? Ich habe bis jetzt immer alles nötige getan um im Leben weiterzukommen und das werde ich auch jetzt machen. Ich werde es vielleicht mit meiner Masterarbeit nicht zu einer Prämierung schaffen, das halte ich für fast unmöglich, aber eine 1.x werde ich trotzdem anpeilen.

Aber was genau sind deine Ziele?

Mein Ziel ist es mich zu beweisen und es mir selbst zu beweisen. Ich will in der Firma ankommen und durchstarten und wenn es gut läuft dort auch weiterarbeiten. Ich will am Ende des Sommers nicht nur meine Masterarbeit fertig haben, das letzte Fach bestanden haben, sondern auch als einer der Autoren des Buchprojekts gelistet werden. Dazu kommen dann auch noch ein paar weitere private Ziele. Ich will trotz der täglichen 10h Tage mindestens 2x die Wochen laufen gehen – besser 3x. Ich will an meinem Workflow und Methoden arbeiten um noch produktiver sein zu können. Vermutlich werde ich daher einige der Monatsziele stark nach hinten verschieben. Es wird einfach nicht genug Zeit für eine Cosplay-Waffe oder Löten sein, aber das ist in Ordnung. Jeder der nächsten 6 Monate wird genug Fortschritt in mein Leben bringen und darauf kommt es bei diesen Monatszielen ja an.

Let’s do this.

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