Träume

Man wird ja wohl noch träumen dürfen

Mit diesen Worten bin ich heute morgen aufgewacht, als ich das erste Mal seit sehr sehr langer Zeit wieder von dir geträumt habe. Vermutlich wollte sich mein Kopf schon einmal auf diesen Eintrag vorbereiten.
Tja, was soll ich sagen?

Ein Großteil von mir hofft weiterhin darauf das aus uns beiden noch was wird und mal sich belächelnde Rückblicke auf diese Durststrecke unserer Beziehung aus.
Der Rest glaubt daran, dass ich gar niemanden mehr finden werde und ein Leben als ewiger Single führen werde.
Und etwa 1% glaubt daran, dass ich jemand anderes finden kann, quasi wie wenn die Münze auf der Kante liegen bleibt.

Auch wenn der vorletzte Sommer zu den unangenehmsten meines Lebens gehört und ich die Downphase danach nur so langsam überwinde, bin ich der Meinung, dass ich die mit Abstand schönsten Momente mit dir verbracht habe. Das Feuer in deinen Augen wenn wir uns küssten, dass neckische Grinsen, wenn du mich beim Treppen runterlaufen auf der letzten Stufe vor dem Flur und dem möglichen gesehen werden, zurückgezogen hast und mir noch einen Kuss auf die Lippen gedrückt hast. Die One Piece-Folgen bei denen wir uns während der Werbung küssten und erst nach der Folge wieder aufhörten und sie dann noch einmal schauen mussten. Die Momente im Park, wo du als mein Sonnensegel auf meinem Rücken lagst. Deine herzhafte Umarmung bei unserem ersten Treffen, dass gemeinsame Eisessen im Einkaufscenter. Dich, vollkommen durchnässt wie du mich nach einem Firmentreffen von der Uni abgeholt hast.

Vermutlich hätte ich einfach nur die drei magischen Worte aussprechen müssen und es hätte zu diesem Zeitpunkt anders aussehen können. Aber wir waren uns beide einig, dass uns die Entfernung umbringen würde und als ich im Sommer bereit dazu war, warst du es nicht mehr und alles kam anders.

Ein Teil von mir hat immer gehofft, dass du eines Tages einfach bei mir stehst, so wie ich es damals bei deinem Geburtstag tat und mir noch einmal das Feuer in deinen Augen schenkst. Das Feuer, dass mich genährt und angetrieben hat, allein das Feuer in deinen Augen zu sehen, hat mir die Kraft gegeben Berge zu versetzen. Allein der Gedanke daran zurück, lässt die Hoffnung weiterleben und wenn ich mit dieser Hoffnung sterben muss, sie ist es wert.

Der realistische Teil von mir wird zwar immer einwerfen „das nichts wie zuvor wird“, doch mein Herz wird immer antworten „Es wird noch besser“ und während ich diese Worte schreibe, fängt mein Herz wieder zu flackern an und die Sehnsucht kehrt zurück.

Ich vermisse dich, auch wenn es schmerzt und wünschte du würdest diesen Heiligabend mit mir verbringen.

Geschrieben am 24.12.2017

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