Neujahr in Köln

Manchmal ist es schwer einen Anfang zu finden, manchmal aber auch nicht. Mein erster Besuch bei meiner weiblichen Namensvetterin begann wie die meisten Besuche mit einer Umarmung am Bahnhof und endete einige Tage später auch wieder mit einer, doch das eigentlich wichtige ist ja das, was dazwischen passierte.

Das erste was mir in Köln wirklich bewusst wurde, dass die Busse wie in Magdeburg damals auch Automaten in den Bussen selbst hatten, so etwas gibt es einfach bei uns nicht – glücklicherweise funktionierten die in fast allen Fahrten nicht 😉

Bei ihr angekommen, stellten wir eigentlich nur kurz meinen Koffer ab und machten mich mit ihren Eltern bekannt, bevor wir dann auch schon wieder zurück zum Bahnhof fuhren um den nächsten Sprössling des Zockertreffens zu empfangen. Für einige Zeit dachten wir, dieser wollte uns ärgern, da er uns von Gleis zu Gleis schickte, doch tatsächlich war er einfach schon einen Bahnhof zu früh ausgestiegen, weswegen wir dann nach Messe/ Deutz liefen und ihn abholten. Der Bub war irgendwie knuffig, viel jünger, Nerd und noch schüchterner wie ich vermutlich zu dieser Zeit, aber alles in allem ein netter Mensch mit dem ich mich gut verstanden habe. Zurück im Hause machten wir dann nach kurzer Zeit eigentlich dann schon genau das, weswegen man es Zockertreffen nannte und so saßen wir alle da und machten das, was wir am besten konnten 😀 – Nach einer kurzen Nacht kam kurz darauf noch der letzte im Bunde an um die Runde zu komplettieren. Die Tage an denen wir alle gemeinsam da waren, kann man eigentlich gut mit Zocken, Gesellschaftsspielen und Schlaflosigkeit zusammenfassen.

Nachdem die anderen nach einigen Tagen wieder abgefahren waren, waren dann nur noch Sie, ihr Bruder und Ich verblieben. Auch in den folgenden Tagen zockten wir noch eine Menge, jedoch deutlich weniger, da unsere Tage auch mit anderem gefüllt waren. So saßen wir den einen Abend mehrere Stunden am Früchte, Würstchen und Käse schnibbeln für Silvester oder waren an einem anderen gemeinsam Badminton spielen oder abends Filme schauen.

Im Vergleich zu meinen anderen Treffen war dieses vermutlich das, mit am wenigsten kuscheln oder anderen persönlichen Zuneigungen. Das lag in meinen Augen vor allem daran, dass es sonst immer ein Nerd (ich) und eine mehr soziale Person war, wo die andere Person dann einfach mich mal angeknuddelt hat. Wenn man jedoch zwei so Nerds und Gefühlsbanausen hat, dann wird das einfach nicht wirklich was 😀

Trotzdem wurde es über die Tage ein wenig besser und wir haben zumindest mal gemeinsam aus ihrem Bett unter einer Decke liegend eine ihrer Serien geschaut =)

Alles in allem hatte ich ein paar sehr schöne, anfangs nerdige, später auch persönlichere und vor allem erholsame Tage in Köln, die mich auch dem ganzen Studienkram mal rausgeholt haben und vergessen liesen.

In ein paar Tagen geht’s dann nach Leipzig für einen weiteren Besuch 🙂

 

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