Vertrauen und Liebe

Eigentlich gibt es gar keine Worte, welche die Beziehung zu meiner Schwester treffend bezeichnen können, weil sie einfach jede Skala sprengen.

Es sind nicht nur die vielen Gemeinsamkeiten die wir haben, sondern auch einfach das Vertrauen welches so unbeschreiblich ist. Gestern und vorgestern waren dafür mal wieder hervorragende Beispiele. Ich war Freitag von ca. 6 Uhr morgens bis halb 12 Abends außer Haus, komme heim und sehe einen Zettel an meiner Tür:

Übernachte bei Alex
weck mich nicht auf!

(Zettel war an meine Mutter gerichtet)

Dieser Zettel drückt in meinen Augen weit mehr aus als eine Schwester die mal bei ihrem Bruder übernachtet (in dem seinen Bett). Es zeigt nicht nur die Harmonie die zwischen uns herrscht und das Wissen, dass sie bei mir Übernachten darf. Sondern es zeigt das Vertrauen, dass sie auch wenn ich vermutlich komplett erschöpft nach diesem langen Tag nach Hause komme, kein Problem damit haben werde, wenn sie schon in meinem Bett schläft. Und damit hat sie auch recht.

Gestern war es eine ähnliche Situation, ich saß gegen Mitternacht im Wohnzimmer vor dem TV als sie noch einmal ins Wohnzimmer bummelte, mich drückte und dann im Bett verschwand … diesmal allerdings in meinem, wo sie doch zuvor bei sich schon etliche Stunden geschlafen hatte.

Heute nachmittag ging es dann weiter, als sie sich bei mir mit dazu legte und auch einen Mittagsschlaf machte – es gibt doch nichts besseres als nach einem guten Mittagessen ein kleines Ründchen zu schlafen. Früher war Mittagsschlaf immer ein Übel, mittlerweile lieben wir Geschwister ihn alle.

Es gibt einfach nichts, was so schön ist, wie eine Person mit der man sich so gut versteht und der man so viel vertraut. Es ist einfach schön zu wissen, dass es jemanden gibt, der einen manchmal auch ohne Worte versteht, der einen in den Arm nimmt wenn man es braucht. Oder der sich mal dazukuschelt, wenn man alleine ist. Es ist manchmal ehrlich gesagt sogar fast schon ein wenig beängstigend wie gut wir uns verstehen.

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